Gefühle wie Müdigkeit, ständige Antriebslosigkeit, Schlappheit, Appetitlosigkeit und vermehrtes Auftreten von Krankheiten können ein Hinweis für eine stoffwechselbedingte Übersäuerung des Körpers sein, welche das Wohlbefinden des Einzelnen beeinträchtigen kann. Eine solche metabolischen Azidose wird durch eine Störung im Stoffwechsel hervorgerufen, muss aber nicht zwangsläufig ernährungsbedingt verursacht sein. Eine Übersäuerung wird vom Betroffenen nicht immer direkt wahrgenommen, denn der Körper sendet keine bestimmten Signale aus, wenn es zu einem unausgeglichenen Säure-Base-Haushalt im Körper gekommen ist. Dabei kann eine unausgewogene Ernährung maßgeblich dazu beitragen, denn beim Abbau bestimmter Lebensmittel wird im Körper Säure gebildet, die Ursache vieler Krankheiten werden kann.

Inhaltsverzeichnis:

Übersäuerung des Körpers

Bei gesunden Menschen funktionieren die Vorgänge im Körper am besten, wenn die Flüssigkeiten im Körper leicht basisch oder neutral sind, d.h. sich in einem gesunden Säure-Basen-Haushalt befinden. Dabei bezeichnet der Säure-Basen-Haushalt des Körpers vordergründig die Regulation der Konzentration der Wasserstoff-Ionen im Organismus, deren Abweichung den physiologischen Prozess des Organismus erheblich beeinträchtigen kann. Darum wird im Körper die Wasserstoffkonzentration des Blutes in einem eng beschränkten Bereich stets konstant gehalten. Gerät dieses Gleichgewicht aus der Balance, kann es zu Azidose, einer Übersäuerung des Blutes, kommen. Der ph-Wert ist dabei der Maßstab für den sauren oder basischen Charakter des Blutes. Er wird definiert über die Menge an Wasserstoff-Ionen, die sich im Blut befinden. Sinkt dieser Wert unter seinen normalen Wert, der zwischen 7,35 und 7,45 liegt, so kann dies zu gravierenden Störungen des Stoffwechsels führen und in bestimmten Situationen sogar lebensbedrohliche Auswirkungen haben. Körpereigene Mechanismen sind dafür zuständig, den Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht zu halten. Zu diesen Mechanismen zählen beispielsweise der Kreislauf, die Verdauung, die Atmung sowie die Hormonproduktion. All diese körpereigenen Funktionen versuchen, einen gesunden ph-Wert im Körper herzustellen und dauerhaft aufrecht zu erhalten. Dies gelingt jedoch nicht immer.

auswahl an basischem Gemüse und ObstUm einer Übersäuerung vorzubeugen ist es wichtig, auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten und ein Zuviel an Säure zu vermeidendenn nach der Nahrungsaufnahme wandelt der Stoffwechsel diese in Energie um und verarbeitet die restlichen Abfallstoffe. Das einzige was nach diesem Prozess noch übrig bleibt sind Säuren. Da im Organismus nicht nur Säuren sondern auch Basen vorhanden sind, muss der Körper dafür sorgen, dass es zu einem Ausgleich dieser beiden Stoffe kommt. Werden nun zu viele Säuren zugefügt übersäuert der Körper und die Säuren lagern sich so lange im Bindegewebe ab, bis das Blut wieder über ausreichende basische Verbindungen verfügt und die Säuren ausgeschieden werden können. Durch diesen Einlagerungsprozess kommt es zu einer Störung des Stoffwechsels und damit einhergehend entstehen zahlreiche Krankheiten. Diese Säuren binden aber auch basische Mineralien des Körpers beispielsweise aus den Knochen an sich und bilden dadurch Salze, wodurch es zu einer Demineralisation des Knochengewebes kommen kann.

Auslöser für eine solche Übersäuerung sind zu viel, zu fettreiches und zu süßes Essen aber auch Alkohol, Koffein und Nikotin begünstigen einen solchen Prozess. Insbesondere proteinreichen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch, Käse und Wurstwaren sowie Milchprodukte werden säurereiche Eigenschaften zugeschrieben aber auch Stress, seelische Belastungen und allgemein Ärger können eine Übersäuerung auslösen und die Gesundheit gefährden und Krankheiten auslösen.
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Obst, Gemüse und Fruchtsäfte wird hingegen eine alkalisierende, sprich eine ph-Wert erhöhende Wirkung zugeschrieben. Eine basische Ernährung soll dabei helfen, einer Übersäuerung des Körpers vorzubeugen. Dabei stehen Lebensmittel auf dem Speiseplan, die mehr basisch wirkende Anteile und weniger säureproduzierende Anteile enthalten.
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Übersäuerung Symptome

Ein gesundheitsschädliches Ungleichgewicht des Säure-Basen-Haushaltes kann sich auf verschiedene Arten und Weisen äußern, Die Betroffenen klagen meist über Symptome wie Antriebslosigkeit, Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit und Schlafstörungen. Dabei wirkt sich eine Übersäuerung auf den gesamten Organismus aus und auch die Haare, die Haut und die Nägel können sich verändern. Die Übersäuerung ist jedoch ein schleichender Prozess, der sich über Jahrzehnte aufbauen kann und dessen Symptome sich erst spät zeigen. Erste Anzeichen sind dabei brüchige Nägel, Schuppen, Hautprobleme und Mundgeruch. Aber auch Rückenschmerzen, Allergien, Sodbrennen, Rheuma, Osteoporose, chronische Müdigkeit und Migräne deuten auf ein Ungleichgewicht des ph-Wertes unseres Blutes hin.

Aber nicht nur die Ernährung alleine ist für eine Übersäuerung oder ein Defizit an Basen im Körper verantwortlich. Es müssen auch weitere Faktoren in die Ursachenforschung miteinbezogen werden. Ein Mangel an körperlicher Bewegung und körperlicher Anstrengung sowie ein Übermaß an Sport und eine unzureichende und qualitativ schlechte Wasserzufuhr können Ursache sein. Auch die Einnahme von Medikamenten, zu viel Stress, Umweltgifte und ein Übermaß an Nikotin und Alkohol sind ursächlich für das Ungleichgewicht an Säuren und Basen im Körper.

Folgen von Übersäuerung

Kommt es zu einer kurzfristigen Übersäuerung des Körpers, so werden die Überschüssigen Säuren im Netz des Bindegewebes gespeichert und beginnen, dieses zu verschlacken, wenn sie nicht abtransportiert werden können. Diese Verschlackung hat vielseitige Symptome und sorgt für einen Funktionsverlust des Gewebes, was unter anderem zu Falten, Cellulite und einer Verringerung der Pufferkapazität des Körpers führt. Dieser Übersäuerung kann man mit Hilfe einer Nahrungsumstellung auf basische Lebensmittel wie Sojaprodukte, Kartoffeln, Gemüse, Kräutern uns stillem Mineralwasser entgegenwirken. Zudem können eine erhöhte Bewegung und ein Abbau von Stress die Ursachen bekämpfen und die Beschwerden lindern, denn beim Sport verstärkt sich die Atmung, wodurch der Säurespiegel reduziert und die Kohlensäure abgeatmet werden kann. Aber auch Fußbäder und basische Bäder unterstützen den Körper bei der Regeneration und Regulierung des ph-Wertes.

Unternimmt man hingegen nichts gegen die Einlagerung von Säure im Bindegewebe, so kommt es zu einer langfristigen und langjährigen Übersäuerung des Körpers, welche schwerwiegende Folgen haben kann. Die Übersäuerung kann sich zu einer chronischen Übersäuerung entwickeln, die dann auch die inneren Zellen betrifft (intrazelluläre Azidose). Hier wird der Überschuss an Wasserstoff-Ionen nicht mehr von der Niere zur Kenntnis genommen und die intrazelluläre Säure kann weder erkannt noch aus dem Körper ausgeschieden werden. Durch die vermehrte Pufferarbeit des Organismus kommt es an anderer Stelle zu Problemen. Eine dauerhafte Säureüberlastung bringt das menschliche Puffersystem an seine Grenzen und es kommt zu zu einer latenten metabolischen Azidose. Diese lässt nicht immer auf einen veränderten ph-Wert des Blutes schließen sondern viel mehr auf eine Veränderung der Pufferkapazität, die für eine Neutralisierung und Ausscheidung der Säuren verantwortlich ist. Die Zellen werden nicht mehr ausreichend versorgt und ein Mangel an Salzen und Mineralstoffen ist die Folge. Mann mit Gelenkschmerz durch ÜbersäuerungDurch diesen Mangel setzen die Selbstheilungskräfte des Körpers aus und er ist nicht mehr in der Lage, die eingelagerten Giftstoffe auszuscheiden. Schwere Erkrankungen können die Folge sein, die Schmerzen verursachen und deren Behandlung langwierig und schwierig ist. Neben Anzeichen wie Muskel- und Gelenkbeschwerden kann es auch zu Müdigkeit und Antriebslosigkeit kommen. Durch die Übersäuerung werden aber auch die Knochen geschädigt, denn der Körper benötigt zum Abbau der abgelagerten Säuren vor allem körpereigene Basen, die sich vermehrt im menschlichen Knochen befinden. Er entzieht den Knochen ihre Mineralstoffe, insbesondere Kalzium, was zu einer Demineralisierung führt. Durch den Mangel an Kalzium wird die Knochenstruktur geschwächt und es kann sich Osteoporose entwickeln. Diese führt dazu, dass die Knochendichte und die Stabilität der Knochen abnimmt und sich das Bruchrisiko erhöht. Sind die letzten Basen Reserven des Körpers verbraucht, so bedient er sich auch   der Mineralstoffe, die sich am Haarboden befinden. Diese stehen dann für den Haarwuchs  nicht mehr zur Verfügung und es kommt zu brüchigem Haar und Haarausfall. Die Säuren werden aber nicht nur im Gewebe, sondern auch in den Gelenken abgelagert. Dort können sie zu schmerzhaften Gelenkerkrankungen wie z.B. Arthritis und Arthrose führen. Auch die Galle, die Nieren und die Blase werden durch die Ablagerung von Schlacken in ihrer Funktion beeinträchtigt. Die Folge sind Gallen-, Nieren- und Blasensteine. Gewisse Schlacken werden vom Körper sogar in den Blutgefäßen abgelagert, was zur Verengung der Blutgefäße und in der Folge zu Bluthochdruck und in der Folge zu einem Schlaganfall oder Herzinfarkt führen kann. Zu einer Erhöhung der Säure im Körper kann es allerdings auch bei Diabetes Mellitus Patienten und in der Folge durch die Einnahme von Medikamenten zur Behandlung der Krankheit, bei Lactose-Patienten, Hungerzuständen und Alkoholismus kommen. Auch Nierenerkrankungen können dazu beitragen, dass die Säuren nicht mehr richtig aus dem Körper ausgeschieden werden können, denn neben dem Darm sind auch sie für diese Aufgabe verantwortlich.

Körper entsäuern

Einer Übersäuerung und insbesondere einer chronischen Übersäuerung kann nur durch eine konsequente Nahrungsumstellung auf basische Lebensmittel wie Obst, Kartoffeln, Wildkräuter, Wurzelgemüse und stilles Wasser entgegengewirkt werden. Zudem benötigt ein übersäuerter Körper eine ausreichende Zufuhr an Mineralien. Erhöhen Sie die Zufuhr der Basen durch eine basische Ernährung und ausreichend Sport und Bewegung. Trinken Sie viel, bewegen Sie sich mehr, vermeiden sie Stress und verzichten Sie so oft es geht auf die Einnahme von Medikamenten. Zudem sollte die Zufuhr von Giftstoffen in den Körper weitestgehend vermieden werden. Dazu sollte man auf die üblichen Kosmetika verzichten und lieber basische Kosmetik, die frei von schädlichen Inhaltsstoffen ist, verwenden. Auch Basemittel die zur Nahrungsergänzung eingesetzt werden und in der Drogerie erhältlich sind, können den Prozess des Abbaus des Säureüberschusses beschleunigen.